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Der QUAD ESL 63, der Stereoprofi

Als die QUAD Elektrostaten entstanden, gab es noch keinen Raumton. Als dann die Stereophonie aufkam, zeigte es sich, daß die ESL`s auch damit keine Probleme hatten. Nur die Hörfläche, das ist der Bereich, in dem die Zuhörer sich aufhalten müssen, um einen optimalen Stereoeindruck übermittelt zu bekommen, hätte etwas größer sein können. Die Erfüllung dieses Wunsches erwies sich jedoch weit schwieriger, als zunächst angenommen. 18 Jahre Entwicklungsarbeit benötigt Peter Walker, bis der ESL 63 produktionsreif war. Nach den Gesetzen der Akustik muß der ESL 63 geringfügig anders klingen als der ESL 57. Und weil jeder der beiden Elektrostaten seine Anhänger hat, gibt es heute beide nebeneinander. Die Lieferung erfolgt in neu angefertigten Spezialkartons.

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Vergessene Ideale wiederentdeckt.
Schneller-Weiter-Höher !

Jeden Monat kürt die Fachpresse neue Lautsprecher zu Testsiegern. Deren Konstrukteure nutzen die nahezu unbegrenzte Leistungsfülle moderner Verstärker, um immer neue interessante Klangeffekte zu erzeugen. Ein endloser Kampf um den Zeitgeschmack und gegen die Konkurrenz.

Quad-Gründer Peter Walker war nicht nur Lautsprecher-Konstrukteur. Er war auch ein fähiger Musiker; zuerst, im Jazz, als Altsaxophonist und später als vielseitiger Konzertflötist. Aus eigener Erfahrung wusste er also ganz genau, wie Musikinstrumente tatsächlich klingen und auch in welcher Richtung sie im Gesamtbild des Orchesters auf den Hörer wirken. Und er wusste vor allem, dass gut gespielte Instrumente im Original dem Zuhörer nie lästig werden.

Bei seinem ersten Elektrostaten, dem ESL 57, der vor Einführung der Stereophonie entstand, war das Richtungshören noch kein Problem. Damals hatte er maximal 15 Watt Verstärkerleistung zur Verfügung, die er kompromisslos in einen vollkommenen, natürlichen Klang einsetzte, der niemals lästig wird.

Beim ESL 63 sorgte die Stereophonie für die Richtungs-Erkennbarkeit bei den einzelnen Instrumenten. Meisterhaft vereinigte Walker diese mit der Natürlichkeit ihrer Wiedergabe.

Bei den Entwicklungsarbeiten erkannt er aber bald, dass es die Gesetze der Hörpsychologie nicht zulassen, seine Ideale in einem einzigen Lautsprecher zu vereinen. So entstand also kein stereooptimierter Universal-ESL, sondern es blieb bei dem ESL 57 für völlig ermüdungsfreies Hören, und hinzu kam der ESL 63 für präzise Raumabbildung. Die Wahl hat er seinen mündigen Hörern überlassen.

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ESL63 QA Elektrostat
Und was bedeutet nun die Zusatzbezeichnung QA an den heutigen ESLs ?

Es genügte ja nicht, die Geheimnisse von Peter Walkers Entwicklungsphilosopie und seinen Konstruktionen wieder zu entdecken. Wollte man sie nicht nur theoretisch nutzen, musste man die gewonnen Erkenntnisse in die Praxis umsetzen. Kurz gesagt, praktische Arbeit, vor allem Handarbeit war nötig. Zu deren Ausführung haben wir in der QUAD Musikwiedergabe eine eigene Abteilung gegründet, das QUAD Atelier. Ihre Anfangsbuchstaben, also QA, zieren nun die Typenschilder der heutigen ESLs. Auch wenn sich deren äusseres Erscheinungsbild, dem Zeitgeschmack entsprechend verändert hat, sollen sie dokumentieren, dass jeder von ihnen nach bestem Wissen im Sinne der Ideale von Peter Walker gebaut wurde, kurz gesagt: dass jeder ESL von der QUAD Musikwiedergabe eine Stradivari so wiedergibt, wie sie wirklich klingt.

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